St. Martinskirche Hoheneiche

In der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand der massive Turm, der fast 13 m hoch ist. Die Schießscharten deuten auf den ehemaligen Charakter als Wehrturm.

1562 erhielt der Turm den für die Gegend typischen Fachwerkaufbau. Zusammen mit der Glockenstube und dem Dachreiter ist der Turm 23 m hoch.

Der Eingang

Der heute genutzte Eingang weist ganz andere Dimensionen aus als der hochmittelalterliche aus dem 12. Jahrhundert auf der Nordwand.

Chorraum – St. Martin Hoheneiche

Der Chorraum ist durch ein Kreuzrippengewölbe überfangen, dessen Schlussstein eine vierteilige Rosette zeigt. Im Chorraum waren ursprünglich spätgotische Fenster, deren Maßwerk herausgenommen worden ist.

Die Altarplatte im Chorraum ist das einzige Ausstattungsstück aus vorreformatorischer Zeit. Das nach Osten gerichtete farbige Altarfenster wurde 1991 eingebaut

Madonna von Stalingrad – Pfarrer Kurt Reuber

Die „Stalingradmadonna“

Die sogenannte Stalingradmadonna hat der Pfarrer, Arzt und Maler Dr. Kurt Reuber zum Weihnachtsfest 1942 für seine Kameraden im Kessel von Stalingrad gemalt. Das auf der Rückseite einer russischen Landkarte mit Holzkohle gezeichnete Bild wird gerahmt durch die Umschrift „Weihnachten 1942 im Kessel — Festung Stalingrad — Licht, Leben, Liebe“.

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Altarfenster der St. Martinskirche zu Hoheneiche – E. Jakobus Klonk

Das Altarfenster wurde zu Pfingsten 1991 eingebaut. Entworfen und ausgeführt hat es der Glasmaler und Maler E. Jakobus Klonk aus Wetter bei Marburg.

Es nimmt die Themen „Gerechtigkeit“ und „Diakonie“ auf.

Die erdig braun – violette Form erinnert an einen alten Baumstamm, dessen innere Struktur sehr lebendig ist. Die grünen Triebe sind ein Bild der Hoffnung. Blau, die Farbe des Himmels kommt von oben und reicht bis zur Erde, deckt einen Kranken wie mit einer Bettdecke, fließt zu dem ausschüttenden Krug und dem Brot und Becher, berührt das Dach, das Asyl gewährt, überzieht einen Menschen, der ein rotes Kleid empfängt und bricht ein in Gefängsnisgitter und Stacheldraht.

Rot als Ausdruck der Liebe und der Tat, umgreift die Krankenpflege, bildet das Dach und bezeichnet das Kleid. Das gebrochene Brot und der goldene Kelch erinnern an das Abendmahl und haben deshalb einen zentralen Platz.

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Taufstein von 1571

Bauern Barock

Monogramm an der Ostseite unter dem Kirchenhimmel über dem Chorbogen ein Monogramm Friedrich I. von Hessen – Cassel, der 1730 an die Regierung kam.

Das ausgemalte Tonnengewölbe stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Dauphin Orgel

Johann Eberhardt Dauphin baute die drei Orgeln im Kirchspiel Wichmannshausen. In Mitterode 1728, in Wichmannshausen 1730 und in Hoheneiche 1731.

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Elisabethportal mit Rosenbogen

In der Mitte der Nordwand findet sich der originale Zugang zur hochmittelalterlichen Kirche (12. Jahrhundert). Zu erkennen ist der mächtige Türsturz in Form eines halbkreisförmig gearbeiteten Sandsteins. Darauf ist ein heute weitgehend abgewittertes Relief mit der Darstellung des Kreuzes auf einem Weltbogen.